Danke werter Johannes für den ausführlichen Artikel auf deinem Blog zur Schöpfung. Ich erlaube es mir mal kurz dazu ein paar Gedanken und Frageestellungen zu äußern, die wir gern weiter diskutieren können.
Da ich ja neulich auch den Begriff ‘unwahrscheinlich’ verwendet habe auf meinem Blog, der liebe Advocatus allerdings etwas anderer Meinung war zum Thema Wahrscheinlichkeitsrechnung, würd ich hier gern noch mal ein wenig versuchen Ordnung in das Ganze zu bringen. Wie benannt nehme ich ja die Taschenuhr als Beispiel, die mit allen einzelnen Teilen in der Hand geschüttelt wird und aus der rein zufällig eine funktionierende Uhr werden soll. Der Einwand ließ verlauten, dass es nur eine Frage der Häufigkeit des Schüttelns sei, irgendwann würde schon eine Uhr daraus werden. So ähnlich, vermute ich, denken auch die ‘mathematischen Atheisten’ über die Welt, dass über Millionen von Jahren, also sehr viel Zeit, so viele Versuche stattgefunden haben und irgendwann eben unsere Welt daraus entstanden sei.
Um den Sprung zu deinem Artikel zu schaffen, muss nun zunächst gesagt werden, dass diese Art und Weise des Denkens, gar nicht angewendet werden kann, da diese Versuche des Schüttelns der Uhr oder der Welt ja schon das Vorhanden-sein, das Sein Der Dinge voraussetzen. Das heißt unsere Wahrscheinlichkeit bezieht sich nun vielmehr auf die Frage, wie wahrscheinlich ist es, dass zufällig aus nichts etwas wird. Wie wahrscheinlich ist das? Wie denkt man das?
Eine andere Möglichkeit wäre, wie du schreibst, anzunehmen die Dinge garantieren sich irgendwie selbst. Das verstehe ich als, es gibt keinen wirklichen Anfang der Kausalkette und somit auch kein wirkliches Ende. Die Dinge waren immer schon und sie werden auch immer sein. Abgesehen davon, dass ich diesen Ansatz genau wie du nicht wirklich zu Ende gedacht finde (befinden wir uns doch in einer Welt wo alles einen Grund hat), könnte man dann doch bei dieser Annahme wieder die klassische mathematische Wahrscheinlichkeitsrechnung anwenden, wobei auch da gewisse Ungereimtheiten auftreten.
Nähmen wir also an, die Welt hätte keinen Anfang und sie wäre immer schon, sie hat sich lediglich so entwickelt und mit ihr der Mensch und die anderen Wesen, dann muss man doch trotzdem sagen, dass wir sie in so unheimlicher Präzision vorfinden, dass die Anzahl der Versuche die wir ja für die Warscheinlichkeit benötigen schon sehr sehr hoch sein müsste. Da wir aber jeden Tag neue technische Erfindungen hervorbringen, und neue Ergebnisse gewinnen und das seit vielen vielen Jahren, scheint es doch so als sei die Tiefe der Präzision unerschöpflich, was widerum bedeuten müsse, dass die Anzahl der Versuche ins Unendliche steigt und uns somit die Wahrscheinlichkeitsrechnung eine plausible Antwort schuldig bleibt, oder?
Soweit erstmal, ich hoffe du konntest folgen und du hilfst meinem Denken ein wenig auf die Sprünge
Letzte Kommentare