Glaubenslehre
Die vita in deum bemüht sich um eine christliche Erwachsen- und Jugendbildung. In unserer "katechese" möchten wir die Lehrinhalte der katholischen Kirche verdeutlichen und aufbereiten.
Glaube, Hoffnung und Liebe
Weil die Liebe eine Gabe ist, die von Gott kommt, weil sie den Menschen vollkommener macht und weil man die Liebe nicht missbrauchen kann, deshalb ist sie im Vollsinn eine Tugend. Der heilige Apostel Paulus schreibt in seinem Hohenlied auf die Liebe: „Für jetzt aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Am größten aber unter ihnen ist die Liebe." (1 Kor 13) Die Liebe kann nicht irgendeine Tugend sein, wie andere. Im Johannesbrief steht, „Gott ist Liebe" (1 Joh 4,16) Die Liebe ist eine göttliche Eigenschaft, eine Gabe, die uns Gott ähnlicher macht, je reiner sie ist.
Liebe, Gebet und Langeweile
Gilbert Chesterton hat einmal einen interessanten Hinweis gegeben: Gott schaut sich seit Milliarden von Jahren Sonnenuntergänge an, ohne dass ihm dabei langweilig wird. Das ist ein ebenso großartiges, wie wahres Wort.
Wenn es Gott überhaupt langweilig werden könnte, dann müsste ihm immer schon langweilig sein. Langeweile setzt nämlich immer dann ein, wenn wir etwas ganz und gar kennen, wenn nichts Neues mehr entdeckt werden kann; wenn sich nichts abwechselt.
Atheismus und Naturwissenschaft
Wenn wir uns genauer mit dem Atheismus beschäftigen wollen, müssen wir erst einmal ein paar Begriffe klären, die wir benutzen. Wir können zum Beispiel den Begriff „Atheist" gar nicht gebrauchen, wie wenn ein Bayern München-Fan über die Anhänger vom VFL Bochum spricht.
Himmel und Hölle. Kann man Gott hassen?
Die Liebe ist immer nur Liebe. Reine Liebe ist reine Liebe. Liebe ist immer liebenswert. Gott ist Liebe (1 Joh 4,8). Also ist Gott nur liebenswert, durch und durch. Kann man ihn überhaupt hassen? Sobald wir bedenken, dass die Liebe nicht nur lieb ist, sondern auch Liebes tut, wird es möglich. Was immer jemand tut, wir können es gut oder nicht gut finden. Jedem Tun gegenüber können wir eine diese oder jene Haltung annehmen. Deshalb hatten die ungerechten Winzer bei Matthäus (Mt 21) auf die Dauer auch das Problem: Der Gutsbesitzer, den wir betrogen und dessen Sohn wir erschlagen haben, der kommt eines Tages wieder!
Kann Gott jeden Menschen von seiner Liebenswürdigkeit überzeugen?
Jesus konnte es jedenfalls nicht. Er sagte: „Der Vater und ich sind eins." (Joh 10,30) Wir nennen Jesus den Ausleger des göttlichen Vaters. Wer Jesus sah, der sah den Vater. Was er sagte, wie er handelte, alles hatte genau die Handschrift Gottes. Die Sünde des Verrates, die Judas tat, war deshalb die schlimmste, weil niemand wie er so sicher sein konnte, dass Jesus Gott war. Es war nicht nur ein Verrat an einem Menschen, der Jesus hieß, sondern gegen Gott höchstpersönlich gerichtet. Keiner wusste das besser, außer der Verräter selbst.
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Betrachte als Laie die Priester als das, was sie wahrhaft sind: Bestellt und gesandt von Gott. Sieh nicht immer auf die Schwächen ihrer Menschlichkeit. Du würdest das auch nicht wollen.



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