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Warum lässt Gott das Leiden zu?

Wenn wir christlich an Gott glauben, dann glauben wir, dass in Gott zwei Dinge besonders zusammenkommen: Die absolute Güte und die absolute Macht. Wer christlich glaubt, der glaubt, dass die Welt einen Herrn hat, der zugleich alles kann und die totale Güte in Person ist. Wie aber kann dann ein solcher Gott zulassen, dass unschuldige Menschen leiden, ohne, dass ihnen auf Erden Gerechtigkeit widerfährt? Wie kann Gott zulassen, dass ungerechte Menschen ihr ganzes Leben lang ihren ungerechten Reichtum genießen können und andere verhungern sehen?
Es gibt Menschen, die sagen, darauf könne es keine befriedigende Antwort geben. Selbst Christen sagen das schon mal, halb zu Recht und halb zu Unrecht.
Es gibt eine Antwort. Sie stammt vom heiligen Bischof Augustinus; Thomas von Aquin zitiert sie. Sie lautet: Gott hat eine Ewigkeit Zeit, alles Leiden wieder gut zu machen, und er wird seine Größe gerade darin zeigen, dass er aus dem größten Leid die größte Freude machen kann.
Die heilige Mystikerin Faustyna Kowalska hatte einmal die Gnade, einen Blick in den Himmel tun zu dürfen. Von ihr stammt der Gedanke, Gott mache jede leidende Seele im Himmel so glücklich, dass sie am liebsten noch einmal auf die Erde zurück gehen würde, um dafür leiden zu können.
Die Antwort ist vollends befriedigend, allerdings nur für den, der gerade nicht leiden muss. Wenn jemand in der Trauer einen Menschen vermisst, wäre das einzig Befriedigende, diesen Menschen wieder zu bringen.
Wenn jemand gerade ein wirkliches Leid hat, dann ist unsere Antwort eher eine Vertröstung, als ein Trost. Das heißt aber nicht, dass es keine Antwort ist.
Wenn Gott wirklich gut ist, dann muss die Antwort von Augustinus stimmen. Dann muss Gott sich unbändig freuen, eines Tages endlich einzulösen, was er uns zu lesen gab: „Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen." (Offb 21,4)

„Ich sehe nicht ein, warum ich zu einem Priester gehen soll...“ Was ist aber, wenn Gott sich das trotzdem wünscht?

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

Abtreibung. Das Verschweigen

Wer die Detektivgeschichten des Gilbert Chesterton kennt, in denen ein gewisser, etwas schusseliger Pater Brown die Ermittlung übernimmt, der weiß, dass der Autor einen Lieblingsgedanken hat: Der kleine Priester, der ungezählte Stunden im Beichtstuhl verbracht hat und ganz bei den Sorgen der einzelnen, kleinen Leute war, der kennt die dunklen Seiten des Menschseins und der Menschheit. 
Der Gedanke passt zu unserem traurigen Thema. Bislang reden wir, wie meistens alle drüber reden: Von der Theorie her, vom Allgemeinen.

 

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