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Dass Gott drei Personen in einer einzigen Gottheit ist, hätte niemand gedacht. Wir wissen das nur im Geschenk des Glaubens.
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Dass Gott ein Vater ist, hätte niemand gedacht, Niemals!
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Sobald Gott sich zeigte und von sich sprach, sagte er nicht nur, dass es ihn gibt, sondern gleich auch, dass er sich sorgt.
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Eine der ganz frühen und wichtigen Wahrheiten, die Gott seinem Volk eintrichterte war: Die anderen Götter sind nichtig. Es gibt sie nicht. Sie sind alles mögliche, aber keine Götter.
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Es kann keine bequeme Toleranz geben. Ebenso wenig, wie es Feuer gibt, das nichts verbrennt.
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„Jeder auf seine Weise" ist ein gut gängiger Satz. Manchmal glauben Menschen, jedem das Seine zu lassen, sei schon tolerant. Das ist ungefähr so wahr, wie dass auf einem Motorrad sitzen schon schnell fahren bedeutet. +
„Tolerare" heißt „aushalten". Wer nicht darunter leidet und aushalten muss, dass jemand eine irrende Meinung von Gott und der Welt hat, der kann nicht tolerant sein.
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Religion heißt eigentlich, Gott die ihm schuldige Ehre erweisen.
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Die Vorstellung, dass Gott die Dinge einmal schuf und dass sie ab da einfach laufen, wie eine Taschenuhr in der Schreibtischschublade; die Vorstellung, dass wir ohne Gott auch funktionieren, die sollten wir uns regelrecht abgewöhnen. Sie führt nicht zum Wissen um Gottes Nähe und zur Liebe, die ihm zusteht.
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Wie wenn wir ein rohes Ei mit einem Riss in den Händen hielten. Wie wenn es auseinanderfallen würde, wenn wir es nicht hielten; so ist es mit der Schöpfung. Schöpfung heißt, dass Gott jedes Geschöpf aufmerksam in den Händen und im Dasein erhält, wie es existiert. Dasein ist nicht selbstverständlich!
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Wozu sind wir auf Erden? Wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen, und auf diese Weise ewig bei ihm glücklich zu werden. Die erste Frage des alten Katechismus. Jeder Christ sollte sie im Schlaf aufsagen können.
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Gott hat angefangen. Gott begann von sich aus von sich und seinen Plänen zu sprechen. Gott war es, der sich ausdachte, auf welche Weise er uns retten wollte. Gott berief die Propheten und die Jünger. Gott ist es, der uns erdachte, schuf und vollenden will. Staunender Dank ist die erste, angemessendste Reaktion.
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Gottes Weisheit ist unendliche Liebe, die spricht. Gottes Weisheit weiß nicht nur alles, sie belehrt uns auch.
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Gottes Macht ist Liebe, die etwas bewirkt und will.
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Gottes Barmherzigkeit ist Liebe, die verzeiht.
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Was der Mensch nicht immer wahr haben will: Gott kann alles, er wünscht sich allerdings etwas ganz spezielles, konkretes. Man könnte ihn auf viele Weisen ehren. Er nennt uns jedoch eine ganz bestimmte. Gottes Religion haben bedeutet, einen ganz bestimmten, ganz konkreten Weg gehen, den er nennt.
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Der heilige Pfarrer von Ars lehrte seine Gemeinde, dass die Menschen Gott auf ihre Weise verehren. Es solle aber Seine, Gottes Weise werden.
Die Frage nach Gott ist von ganz anderer Art, also die, ob es Außerirdische oder Leben in der Tiefsee gibt. Die Frage nach Gott ist immer auch eine nach unserem Schicksal.
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Wie wir mit den Menschen umzugehen haben, entscheidet sich nicht nach dem, was sie tun oder getan haben, sondern nach dem, was sie sind: Gottes geliebte Kinder und uns Brüder und Schwestern im Herrn.
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Es kann vorkommen, dass Du als wahr akzeptieren musst, was jemand sagt, dem Du nicht über den Weg traust. Das ist gut, aber kein Glaube.
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Wir glauben unserem Freund nicht, wegen der Dinge, die er erzählt, sondern, weil er unser Freund ist.
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Wenn Du willst, dass dir jemand glaubt, musst Du nicht an ihm, sondern an Deiner Glaubwürdigkeit arbeiten.
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Die Hoffnung sagt, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Ihre Nahrung ist die Liebe, die sich nach Gottes Nähe sehnt.
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Wer aus der Furcht vor Gottes Gericht heraus will, der muss an der Liebe wachsen. Das ist der Weg.
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Es gibt eine Weise der Gottesfurcht, die sich wirklich vor Gott fürchtet. Das ist die Furcht des Sünders, der mit Gottes Gerechtigkeit rechnet. Diese Furcht ist sicher berechtigt aber eher unvollkommen. Wer so fürchtet, der fürchtet, dass er Gottes Herrlichkeit verliert. Auch diese Furcht ist eine Gabe des Heiligen Geistes; manchmal ist sie der einzige Weg zurück. Der heilige Thomas sagt, sie bereitet uns für die Wahrheit vor.
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Es gibt eine Furcht derer, die Gott lieben. Es ist die Furcht, das Verhältnis mit Gott könne Schaden erleiden. Alle Heiligen fürchten die Sünde. Das ist keine spießige Anständigkeit, sondern kommt aus der Liebe.
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Wenn wir jemanden wirklich lieb haben, fürchten wir dann nicht, wir könnten ihn jemals verlieren, ihn zum Weinen bringen oder sonst traurig machen? Fürchten wir nicht, dass wir jemals ein Kind verletzen könnten? Es ist die Liebe, die solcher Art Furcht immer bei sich hat.
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Wer etwa ein ungerechtes Imperium errichtet hat, in dem Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung herrschen, der wird Gottes Gerechtigkeit fürchten, wie man fürchtet, dass Bäume umstürzen. Und das, obwohl Gottes Gerechtigkeit nichts anderes als die Liebe ist, die alles in Ordnung bringt.
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Die Gottesfurcht zählt zu den großen Geschenken Gottes und zu den sieben Gaben des Heiligen Geistes. Erbitten wir sie?
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Ein Bekannter sagte er wisse nicht, ob Gott ihm verzeihen würde; er hoffe es. Christlich gesprochen ist das keine wirkliche Hoffnung, sondern ein zagendes Bangen, das nicht zum Vertrauen und nicht zur Liebe führen kann.
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Die Verzweiflung bittet nicht mehr und die Vermessenheit glaubt nicht, bitten zu müssen.
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Das vertrauensvolle Gebet ist die Sprache der Hoffnung.
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Den Glauben, auch ohne Gottes Gnadenhilfe sein großes Ziel erreichen zu können, den nennen wir Vermessenheit.
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Wenn wir sagen, das große Ziel sei im Grunde schon erreicht, machen wir wirkliche Hoffnung unmöglich. Wirkliche Hoffnung erstreckt sich auf etwas, das noch nicht da ist, aber sicher kommt.
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Hoffnung macht und hält jung.
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Ein Mensch, der hört, er könne ein ewiges Glück erreichen, mit dem normalerweise niemand rechnen kann, der müsste er sich eigentlich dafür interessieren. Ein Mensch, der hört, dieses Glück verdanke sich der Hingabe eines liebenswürdigen Menschen, den dürfte das eigentlich nicht gleichgültig lassen.
Jesus hat uns in seinem Todesleiden erlöst, Maria, seine geliebte Mutter, brachte ihn zur Welt, lehrte ihn alles und stärkte ihn in seinem Leben und Leiden. Insofern kann Maria mit Fug und Recht Miterlöserin genannt werden. Auch wenn ihr Sohn der alleinige und erhabene Erlöser ist.





